#1

Metaphern selber machen

in

• SCHREIB-ÜBUNGSSTÜBERL, (Spiel & Spaß)
06.05.2026 21:46
von Evelucas • 557 Beiträge | 2311 Punkte

Erklärung

Eine Metapher ist ein sprachliches Bild, das zwei Bereiche verbindet, die eigentlich nicht zusammengehören.
Sie überträgt die Bedeutung eines Wortes in einen bildlichen Kontext, um Dinge anschaulicher zu machen, ohne das Wort „wie“ zu benutzen.

Bekannte Beispiele sind „ein Herz aus Stein“ (für Gefühllosigkeit) oder „eine Flut von Nachrichten“ (für zu viele Nachrichten).

Hier sind die wichtigsten Punkte einfach erklärt:
Bedeutungsübertragung: Ein Begriff wird aus seinem eigentlichen Zusammenhang in einen fremden übertragen.
Bildhaftigkeit: Es entsteht ein Kopfkino (z. B. „Der Himmel weint“ statt „es regnet“).
Kein „Wie“: Metaphern sind keine Vergleiche. „Du bist wie ein Engel“ ist ein Vergleich; „Du bist ein Engel“ ist eine Metapher. Sie machen Sprache lebendiger, eindrucksvoller und vereinfachen komplexe Sachverhalte.

Beispiele für Metaphern im Alltag:

„Das ist ein Tropfen auf dem heißen Stein“ – Eine Maßnahme, die kaum Wirkung zeigt.
„Die Zeit rast“ – Die Zeit vergeht zu schnell.
„Am Fuß des Berges“– Der untere Teil des Berges.
Sinn dieses "Übungsspiels", Metaphern sind einfach wichtig für all unsere Stories und besonders natürlich in Gedichten / Versen.
Du willst das der Leser das sieht, worüber Du schreibst? Dann beschreib es in "Metaphern".

Jede Art von Metapher ist erlaubt: Lustig, Blöd, Romantisch, eindringlich, verrückt, schräg ... Hauptsache von Dir frei erfunden.
Also legt los! Bin sehr gespannt auf die Ergebinsse...

GLG. Evelucas


zuletzt bearbeitet 06.05.2026 21:57 | nach oben springen

#2

RE: Metaphern selber machen

in

• SCHREIB-ÜBUNGSSTÜBERL, (Spiel & Spaß)
06.05.2026 22:09
von Evelucas • 557 Beiträge | 2311 Punkte

Sie war ein Schwanenhals mit großem Kaninchenkopf, ihre großen Augen schimmerten erdig braun mit dem Hauch eines zornigen Veilchenblau's, goldenes Haar bauschte sich um eine hohe Stirn, der Nasenrücken mündete in randverzierten, dunklen und aufgeblähten Nasenlöchern mit einem schlanken Pferdegebiss darunter.
So tobte sie auf mich zu, mit schrillem Geheul und schlecht geöltem gequietsche.
Flugs zischte ich ab, ehe mich die Spucke dieser Stute - die ich wohl irgendwie verärgert hatte - noch einholen konnte.

Legt euch besser nie mit einem Lama an.


zuletzt bearbeitet 06.05.2026 22:43 | nach oben springen

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