#1

Lust auf Austausch und Kommunikation?

in PLAUDERSTÜBERL & GÄSTEBUCH

02.05.2020 13:19
von muglsabine2016 • 280 Beiträge | 1551 Punkte

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Gäste,

seit einigen Wochen läuft unser Leben nicht mehr in den gewohnten Bahnen. Das Coronavirus hat uns gezwungen, unsere Arbeits- und Lebensgewohnheiten zu ändern. Während viele Menschen im Lebensmittelgeschäft, im Pflegeheim, Krankenhaus, Post oder öffentlichem Nahverkehr sich vor Arbeit nicht retten können, sind andere zum Nichtstun verurteilt. Ein Teil hat die Möglichkeit im Homeoffice zu arbeiten. Das gelingt dem einen besser als dem anderen. Wer nämlich noch Kinder zu betreuen und zu versorgen hat, der hat viel Stress. Ob nun aber in den Familien öfter gespielt oder vorgelesen wird oder andere mehr Zeit finden, um öfter zum Buch greifen zu können, Geschichten sind wichtig. Und da im Moment die Kommunikation eher über die Medien funktioniert, lasst uns hier einen Thread eröffnen, in dem wir uns über Bücher austauschen können. Was lest Ihr gerne? Anthologien, Romane, Sachbücher, Fantasie, Comics …? Welche Bücher interessieren Euch? Habt Ihr einen Lieblingsautor-/in? Hier in unserer Plauderstube können wir uns austauschen, können Kommentare zu den gelesenen Büchern schreiben. Welche Bücher haben Euch besonders gefallen?

Ich lade Euch herzlich ein mitzumachen. Hier kann jeder schreiben. Du musst kein Mitglied in unserem Forum sein. Du brauchst nur auf "Antworten" gehen und schon kanns losgehen. Ich freue mich auf Eure Beiträge.

Herzliche Grüße Sabine


Evelucas sagt Top!
zuletzt bearbeitet 03.05.2020 14:10 | nach oben springen

#2

RE: Lust auf Austausch und Kommunikation?

in PLAUDERSTÜBERL & GÄSTEBUCH

03.05.2020 14:23
von Evelucas • 550 Beiträge | 2242 Punkte

Liebe Sabine,

vielen herzlichen Dank für diesen neu eröffneten Thread, das ist wirklich eine sehr gute Idee.
Ich werde den Link dazu gleich mal auf unserer SchreibElan und auch meiner eigenen Facebookseite teilen und dann schauen wir mal, was dann hier weiter passiert.
Am besten wäre es vermutlich auch, wenn wir von SchreibElan, dafür zuerst mal mit gutem Beispiel voran gehen.
Eine Erweiterung dieses kleinen Plauderthemas auf die interessantesten "Genre's" und warum man die so interessant findet, wäre ebenfalls noch sehr schön.

Vielen lieben Dank nochmal Sabine, für diese tolle Idee.

GLG. Evelucas


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#3

RE: Lust auf Austausch und Kommunikation?

in PLAUDERSTÜBERL & GÄSTEBUCH

04.05.2020 17:16
von muglsabine2016 • 280 Beiträge | 1551 Punkte

Liebe Leserin, lieber Leser,

was ist dir an einem Buch wichtig? Liebst du die Spannung und einen rasanten Verlauf? Dann geht es dir wahrscheinlich so wie mir und du hast die spannungsgeladenen Romane von Dan Brown gelesen. Ein Buch mit 500 bis 600 Seiten - je nach Ausführung - erzählen die Handlung von ungefähr 24 Stunden. Da zieht mich die erste Seite ins Buch und lässt mich kaum wieder los. Wenn ich denke, ich bin auf der richtigen Spur und kann das Ganze aufklären, kommt sofort die Wende und ich steh mit deiner Logik wieder am Anfang. Ein schneller Szenenwechsel und doch komm ich immer mit. Egal, ob es die Geschichten um Robert Langdon - Sakrileg, Illuminati, Inferno oder Origin sind - ich habe das Gefühl mit Langdon durch die Straßen verfolgt zu werden. Als ich vor 6 Jahren in Rom war, habe ich alle Kirchen, Brunnen, die Engelsburg besucht, die Dan Brown im Buch beschreibt. Es war ein unheimlich tolles Gefühl. Es fehlt mir nur noch das Symbol, ist aber schon angekommen. Meine beiden letzten Thriller waren Diabolus und Meteor. Da konnte ich die eisige Kälte auf dem Eisschelf spüren und ein unheimlicher Schauer durchfuhr mich, wenn Rachel und Tolland um ihr Leben kämpften.

Wer hat auch schon eines dieser Bücher gelesen? Oder hat Lust auf Nervenkitzel pur? Wollt ihr mehr über die Bücher wissen? Dann werde ich demnächst einen kurzen Beitrag zu jedem Buch schreiben. Natürlich nur ganz kurz, ich werde keine Geheimnisse verraten.
Bis bald eure Sabine


Evelucas sagt Top!
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#4

RE: Lust auf Austausch und Kommunikation?

in PLAUDERSTÜBERL & GÄSTEBUCH

29.12.2020 17:10
von muglsabine2016 • 280 Beiträge | 1551 Punkte

Liebe Leserinnen und Leser,

heute geht es einmal nicht um ein Buch von Dan Brown. Dieses Mal nehme ich Euch mit zu Stephenie Meyer. Es geht m das Buch „Biss zum ersten Sonnenstrahl -
Das kurze zweite Leben der Bree Tanner"

Wenn Ihr die vier Bände von Stephenie Meyer „Biss zum Morgengrauen, „Biss zur Mittagsstunde“, Biss zum Abendrot“ und „Biss zum Ende der Nacht“ gelesen habt, kennt ihr euch gut aus in der Geschichte der neuartigen Vampire, die auch das Tageslicht nicht verbrennt sondern ihnen ein Glitzern auf der Haut beschert. Vampire müssen in der Gegenwart, um überleben zu können, Regeln befolgen. Die Mächtigsten unter ihnen sind die Volturi’s. Erinnert Ihr Euch, als Carlisle mit seiner Familie auf der Wiese gegen zwanzig „Neugeborene“, also junge Vampire, die Victoria geschaffen hatte, kämpfen musste? Die letzte überlebende und sich ergebende Vampirin, der Carlisle Schutz geben wollte, war Bree Tanner. Von ihrem zweiten und sehr kurzen Leben erzählt das Buch „Biss zum ersten Sonnenstrahl“. Aus der Ich-Perspektive erleben wir die Tage eines neugeborenen Vampirs, begleiteten sie auf ihrer Jagd nach Menschenblut. Wir sind dabei, wenn sich die Neugeborenen streiten und wie Riley, ihr Anführer, sie ausbildet und für Victorias Zwecke ausnutzt. Und wir lesen von den kurzen schönen und erstaunlichsten Momenten eines Vampirs. Eine Geschichte, die auf 204 Seiten erzählt wird und als eine Ergänzung zu den vier Teilen fungiert. Sie liest sich schnell und gut und wer die Geschichte um Bella kennt, weiß um das Ende des Buches und des Lebens der Bree Tanner.

Viel Spaß beim Lesen


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#5

RE: Lust auf Austausch und Kommunikation?

in PLAUDERSTÜBERL & GÄSTEBUCH

30.12.2020 14:15
von Jascha • 120 Beiträge | 708 Punkte

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

wenn ich das richtig erinnere, hat uns Sabine im Mai aufgerufen, an dieser Stelle über unsere Leseinteressen zu berichten. Ich glaube, es ist an der Zeit, mich zu beteiligen.

Vor einigen Monaten habe ich die Schriftstellerin Zsuzsa Bánk entdeckt und lese seitdem alles, was ich von ihr "unter die Finger" bekomme.

"Schlafen werden wir später" lese ich schon zum zweiten Mal. Zwei seit langem befreundete Frauen "begegnen" einander, nehmen den Leser mit in ihren "Alltag". Abwechselnd schildern sie ihre aktuellen Empfindungen und Gedanken. Die Schrifststellerin Márta lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in einer größeren deutschen Stadt. Sie liebt ihre Kinder, aber kämpft täglich um etwas freie Zeit, um an ihren Texten zu arbeiten oder um zu Lesungen zu fahren. Ihr Mann ist ihr keine Hilfe.
Johanna ist Lehrerin, lebt kinderlos und ohne Partner im Schwarzwald. Sie schreibt an ihrer Doktorarbeit, kämpft gegen die Erinnerungen an ihre schwere Krebserkrankung, ist noch gefangen in einer länger zurückliegende Liebesbeziehung ...

Ich liebe die Erzählsprache voller Poesie, fast immer im Präsens geschrieben.

Kennt Ihr diese Autorin? Geht es Euch ähnlich wie mir?

Ich bin gespannt auf Eure Gedanken dazu.


muglsabine2016 sagt Top!
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#6

RE: Lust auf Austausch und Kommunikation?

in PLAUDERSTÜBERL & GÄSTEBUCH

01.01.2021 14:14
von muglsabine2016 • 280 Beiträge | 1551 Punkte

Liebe Jascha,

schön, dass Du uns das Buch "Schlafen werden wir später" vorstellst und uns neugierig machst. Ich muss gestehen, dass ich von der Autorin Zsuzsa Bánk noch nichts gelesen habe. Aber Dein Beitrag hat mein Interesse geweckt und deshalb kommt der Titel auf meine Bücherliste.

L.G. Sabine


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#7

RE: Lust auf Austausch und Kommunikation?

in PLAUDERSTÜBERL & GÄSTEBUCH

02.01.2021 12:51
von Evelucas • 550 Beiträge | 2242 Punkte

Na dann werd jetzt auch ich mich hier mal zum Thema Leseinteressen äußern.

Ich verschlinge ganz viel unterschiedliche Literatur und wirklich nur in den seltensten Fällen merke ich mir die Autoren, denen ich das eine oder andere gelesene Werk zu verdanken habe. Die Autoren allerdings die ich mir bis heute noch merkte, haben definitiv Werke geschrieben, die sehr einprägsam und inspirierend auch für mich selbst waren, von denen ich viel lernte.

Ich möchte mich heute zum Genre "Historische Belletristik" zu Wort melden. Ein Genre das höchst unterschätzt und ofmals auch von Autoren aus anderen Genrebereichen belächelt wird, was sehr schade ist. Denn da gibt es so manchen Autoren, dem ich es persönlich wünschen würde, aus solchen Werken zu lernen, wie man seine Protagonisten wirklich lebendig und menschlich beschreiben kann. Eben so, dass diese ihre Leser auch tatsächlich irgendwo ganz tief in ihrem Herzen berühren und emotional mitreißen. Wo die Protagonisten also zu des Lesers besten Freunden und Verbündeten werden.

Johanna Lindsey war für mich eine Autorin, die das wirklich konnte. Sie war hinzu eine meiner ersten Autorinnen, der ich auch in meinen Anfängen, als selbst Schreibende zuerst verfiehl. Ihre lebendigen, schönen Worte, ihre situativen Beschreibungen, die Atmosphären, die sie damit schuf, fesselten und inspirierten mich zutiefst. Das erste Werk von ihr las ich, da war ich wohl selbst gerade mal dreizehn. Eigentlich kein Alter in dem man erwachsenen Literatur wie diese, schon lesen sollte (zumindest nicht wenn es nach meinen Eltern gegangen wäre). Doch viel wichtiger ist für mich, dass Sie durch ihre Romane, nicht nur kontinuierlich mein Interesse für Geschichte (konnte wirklich meine Noten auch im Fach "Geschichte" dank ihr einst verbessern), sondern eben auch für die "Schöne Sprache" in mir weckte.


Am bekanntesten wurde sie mit ihrer Serie über die "Malory Familie", die allerdings auch ich bisher nicht geschafft habe komplett zu lesen. Auch möchte ich hier nicht ihre Titel aufzählen, sondern nur mal kurz beschreiben, was sie ihren Lesern da so näher brachte.
Mit den Malory's fürt Johanna Lindsey ihre Leserschaft durch ein England des neunzehnten Jahrhundert's im victorianischen Zeitalter. Mit viel Humor, aber auch sehr kritisch fokusiert sie sich vor allem stark auf die Rolle der Frauen in dieser Zeit. Manche ihrer Hauptprotagonistinnen sind sehr rebellisch, andere wieder zurückhaltend, besonnen und eher schüchtern. Doch sie alle sind auf ihre, ganz eigene Weise wirklich starke Frauen, die im Zuge der Geschichten viel erdulden müssen, ehe sie endlich ihr Ziel (in diesem Fall ihre "große Liebe") erreichen. Oftmals kommen diese Protagonistinnen aus dramatischen oder auch wirklich problematischen Familien. Mal geht es um Erbschaften, mal darum dass die Protagonistin als Mündel von einem gierigen Onkel oder einstmaligen Freund aufgezogen wird. Meist stehen diese Frauen ziemlich allein in ihrem Kampf gegen gesellschaftliche Intrigen oder wirklich gefährliche Verehrer da. Die sie auch tatsächlich stetig verfolgen. Gier und Machthunger, die Politik, insbesondere die miese Frauenpolitik, stehen bei Johanna Lindsey im Mittelpunkt aller Ereignisse und Geschehnisse rund um ihre Hauptfiguren. Ach ja, und sie sind definitv nicht "Jugendfrei".
Doch Johanna Lindsey schrieb auch viele andere, einzelne Werke, die wiederum auch in ganz anderen Epochen spielen. Von den schottischen Highlands angefangen, bis zurück reichend ins Mittelalter. Doch einen Roman von ihr gibt es auch, der sich komplett von allen anderen abhebt. In diesem beschäftigte sie sich sogar mit etwas "Science Fiction", blieb aber auch darin ihrer Stilsprache treu, wie man sie aus all ihren anderen Romanen von ihr kennt. Ein tolles "Genre Crossover Werk".

Faszinierend ist bei dieser Autorin aber vor allem, dass man tatsächlich jeden von ihr beschriebenen, politischen und gesetzlichen historischen Hintergrund inklusive der von ihr hervorgehobenen Details, innerhalb diesem sich ihre Geschichten rund um die Liebenden abspielt, tatsächlich nachrecherchieren kann. Das macht ihre Romane aus meiner Sicht zu etwas ganz Besonderen. Denn es gibt kaum andere Autoren dieses historischen Genre's, die auch nur annähernd so wahrheits-, als auch Detailgetreu ihre Protagonisten in diese geschichtliche Zeit einzubinden verstehen. Es ist als würde man als Leser plötzlich selbst, als Augenzeuge dieser Zeit mttendrin stecken.

Eines ihrer Werke möchte ich an dieser Stelle empfehlen.
Titel: "Wächter meines Herzens"
Darin geht es nicht um die Familie Malory, sondern um eine Geschichtsprofessorin unserer Zeit, wenngleich noch ohne Mobile Telefon, die ein leidenschaftliches Interesse für ur alte Waffen hegt. Eines Tages und nach langem Kampf ersteht sie dann mit Hilfe ihres Bruders ein altes Wikingerschwert. Eines, dass aufgrund eines mystischen Fluches, eigentlich niemals in die Hände einer Frau kommen dürfe. Und schon bald danach beginnt für diese Frau dann auch schon, an der Seite eines wilden Wikingers, eine abenteuerliche Reise durch die Zeit, bis zurück ins 13te Jahrhundert, wo sie schlussendlich Zeugin einer der bekanntesten Schlachten des frühen Mittelalters wird. Eine sehr humorvolle, dramatische und aber natürlich auch höchst "wild-romantische" Erzählung. Man begegnet einigen berühmten, geschichtlichen Namen darin und vieles was da so passsiert, ist dann auch tatsächlich gar nicht mal so romantisch sondern ziemlich realistisch und erschreckend.


Ich hätte natürlich auch auschweifend über Werke meiner Lieblingsphilosophen, wie zum Beispiel Platon (Sokrates), Immanuel Kant (Kritik der reinen Vernunft, Kritik der praktischen Vernunft, Grundlegung der Metaphysik der Sitten, Zum ewigen Frieden) Nietzsche (Jenseits von Gut und Böse, Also sprach Zaratuhstra, Der Antichrist, Zur Genealogie der Moral) oder etwas über Hegel, Marc Aurel (Selbstbetrachtungen), erzählen können. Sowie über Shakespeare, Marlow, J.R.R. Tolkien oder Kafka. Es gibt so viele Autoren/Philosophen/Dichter und Gelehrte die mich über meine vielen Jahre, seit ich mich mit Literatur beschäftige faszinieren und in ihren Bann ziehen. Doch wie gesagt, heute wollte ich einfach nur eines meiner liebsten Vorbilder aus der "Schönen Literatur" (also der "Belletristik") hier präsentieren.


GLG. Evelucas


muglsabine2016 sagt Top!
zuletzt bearbeitet 04.01.2021 19:48 | nach oben springen

#8

RE: Lust auf Austausch und Kommunikation?

in PLAUDERSTÜBERL & GÄSTEBUCH

02.01.2021 13:26
von muglsabine2016 • 280 Beiträge | 1551 Punkte

Liebe Eva, schön, dass Du uns die historische Belletristik näher bringst. Das Thema interessiert mich auch sehr und ich habe schon einige historische Romane (Die Wundärztin, Das Bernsteinerbe) von Heidi Rehn, einer Autorin, die schon lange in München lebt, gelesen. Auch Oliver Pötzsch schreibt interessante Romane, die in unserer Gegend spielen und auch sehr gut recherchiert sind.
Ich freue mich schon auf die nächsten Beiträge vielleicht sogar von unseren Lesern/Gästen.


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#9

RE: Lust auf Austausch und Kommunikation?

in PLAUDERSTÜBERL & GÄSTEBUCH

23.02.2021 17:32
von muglsabine2016 • 280 Beiträge | 1551 Punkte

Hallo zusammen,
nachdem ich mich nun nach unendlich viel Recherche endlich an meinen Keltenroman heranwage, habe ich auch auf Instagram gestöbert. Mit den Kelten beschäftigen sich nicht sehr viele Autoren. Aber ich habe eine nette Autorin, Marion Wiesler, aus der Steiermark kennengelernt. So habe ich mir einen ihrer Keltenromane gekauft und habe in der letzten Woche jede freie Minuten zwischen Arbeit und Haushalt zum Lesen genutzt. Und ich bin begeistert und möchte euch an meiner Freude teilhaben lassen.

Culm 27 v. Chr. Keltenroman von Marion Wiesler
295 Seiten,

Die Kelten Ardununums blicken auf 30 Jahre Frieden zurück, Wohlstand wurde ihnen durch Handel beschieden. Nachdem der Fürstensohn Centigern, der als Söldner gedient hat, zurückkehrt, will er die Fürstenmacht von seinem Vater übernehmen. Ein dunkles Omen beim Beltanefest verändert das Dorf. Trotz drohender Vorzeichen will der alte Fürst seine Macht nicht abgeben.Der Milchbruder Centigerns, Gair, der in der Schlacht schwer verwundet wurde und seit 3 Jahren als Druidenschüler lebt, will das Ardununum und seine Liebe beschützen. Als die Boier angreifen und Centigern mit seinem Seher die Fürstin opfern will, um Hochkönig zu werden, muss sich Gair entscheiden. Stark gezeichnet überstehen nur drei Kelten in einem Versteck im Tempel den Überfall. Als die Römer, die die Boier als Vorhut geschickt hatten, eintreffen, muss Gair sich wieder entscheiden.

Mir gefällt der Roman sehr gut. Die Autorin entführt uns in die Welt der Kelten, beschreibt nicht, sondern lässt uns die Welt erleben und an der Geschichte teilhaben. Die Protagonisten sind interessante und auch ein wenig geheimnisvolle Charaktere. Die Geschichte ist schlüssig, einfühlsam und spannend vom Anfang bis zum Ende. Hilfreich ist die Personenliste auf der ersten Seite. Mich hat der Roman gefesselt und ich habe jede freie Minute zum Lesen genutzt.


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#10

RE: Lust auf Austausch und Kommunikation?

in PLAUDERSTÜBERL & GÄSTEBUCH

12.08.2021 16:29
von muglsabine2016 • 280 Beiträge | 1551 Punkte

Und wieder habe ich einen spannenden und interessanten Keltenroman gelesen.
„Die Priesterin der Kelten“ von Sabine Altenburg mit 586 Seiten, der erste einer Triologie. Zum besseren Verständnis gibt es am Ende ein Nachwort mit nützlichen Erklärungen, eine Personenübersicht, ein Verzeichnis der geografischen Bezeichnungen und ein Glossar. Diese Anmerkungen lassen einen noch besser in die Geschichte und diese Zeit hineingleiten.

Das Buch hat zwei Handlungsstränge, einer in der Jetztzeit mit Hannah der Malerin, die sich seelisch angeknackst auf einen einsamen Hof zurückzieht. Dort meditiert sie und taucht dadurch in die Welt vor 2000 Jahren ein, als die Eburonen dort in ihrer Siedlung Antuatuca lebten und sich gegen die eindringenden Römer zur Wehr setzen mussten. Hannah erlebt die Geschichte durch den Geist von Amena, der Priesterin der Eburonen. Das ist der zweite Handlungsstrang. Es ist die Zeit, als die keltischen Götter den römischen weichen müssen und die Menschen auf sich gestellt ohne Götterhilfe entscheiden müssen. Zuerst sind die Eburonen erfolgreich, doch letztendlich wird der größte Teil von ihnen ausgelöscht. Die wenigen wagen noch mal einen Kampf und verschaffen sich somit soviel Luft, dass sie nachdem ihre blühende Siedlung von den Römern verbrannt und geschändet wurde, diese für immer verlassen und sich auf eine Reise ins unbekannte Land, vermutlich an die Küsten der Insel Britanien begeben. Amena und Ambiorix, der junge König, der Eburonen erleiden gemeinsam viel und lieben sich innig.

Auch Hannah hat sich wieder verliebt, in den Historiker und Archäologen Rutger. Zuerst von ihm bestätigt, mit den Meditationen weiterzumachen, zerbricht daran bald die junge Liebe, als sich Hannah immer mehr verändert. Doch sie schaffen es, nachdem das Volk der Eburonen abgezogen ist, die Erscheinungen Hannah nicht mehr erreichen, sich wieder zu finden.

Ein interessanter spannender Roman, insbesondere für Freunde dieser Zeit. Die Beschreibungen sind bildhaft, die Autorin lässt uns an der Geschichte teilhaben und hat sich m.E. soweit es möglich ist auch geschichtlich genähert. Als nächstes lese ich Band 2 "Die Heilerin der Kelten".

Was lest ihr zurzeit? Welche Urlaubslektüre begleitet euch an den Strand? Wo lest ihr am liebsten?

Es wäre schön, wenn ihr euch hier mit uns austauscht.

Liebe Grüße Sabine


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#11

RE: Lust auf Austausch und Kommunikation?

in PLAUDERSTÜBERL & GÄSTEBUCH

24.08.2021 17:11
von muglsabine2016 • 280 Beiträge | 1551 Punkte

D i e Wo r t f l e c h t e r i n - Die Zeit des Aufbruchs Kurzband
Von Marion Wiesler, 120 Seiten


Ein super gelungener Kurzband, den ich auf der Zugfahrt gelesen habe und der so spannend ist, dass ich beinahe meinen Ausstieg in Magdeburg verpasst hätte.

Die Geschichte ist spannend und lebendig erzählt. Die bildhafte Sprache ist hervorragend. Die Szenen entstanden während des Lesens direkt vor meinem geistigen Auge. Besonders gefällt mir, wie die Autorin vom alltäglichen Leben der Kelten erzählt. Sie schafft es wieder wunderbar, das Bekannte mit dem Erfundenen zu verknüpfen. Besonders beeindruckt hat mich das Kapitel 7, ich nenne es mal, die Geschichte in der Geschichte. Die Protagonistin, mit der man mitfühlt und die wenige Freude sowie die starken Ängste teilt, muss man einfach mögen. Hier werden die Kelten lebendig. Ich bin begeistert und freue mich auf die Fortsetzungen, die bereits für Oktober 2021 angekündigt sind.

Wer interessiert sich auch für die Kelten?

Liebe Grüße Sabine


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#12

RE: Lust auf Austausch und Kommunikation?

in PLAUDERSTÜBERL & GÄSTEBUCH

20.09.2022 10:32
von muglsabine2016 • 280 Beiträge | 1551 Punkte

Liebe Leserinnen und Leser,

der Sommer verabschiedet sich in diesen Tagen und der Herbst übernimmt die Regie für die nächsten Monate. Die Abende werden länger. Da gibt es für mich nichts Schöneres als mit einer Tasse Tee mit wohlklingendem Namen wie "Glut der der Drachen" oder "Elfenelixier" mit einem spannenden Buch in meiner Leseecke zu sitzen.

Kennt ihr das und macht es vielleicht genauso? Welche Bücher lest ihr gern? Lasst uns doch daran teilhaben. Entweder hier im Plauderstüberl oder in der Rubrik Rezessionen sind eure Beiträge willkommen.

Ich wünsche euch eine schöne Woche und immer genügend Lesestoff.

Liebe Grüße Sabine


zuletzt bearbeitet 04.12.2022 19:35 | nach oben springen


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