#1

Ein kleine Geschichte zum 1. Advent

in PLAUDERSTÜBERL & GÄSTEBUCH

27.11.2022 12:34
von muglsabine2016 • 280 Beiträge | 1551 Punkte

Christkindlmarkt von Sabine Siebert
Heute wollte Susanna über den Christkindlmarkt schlendern und fuhr zum Marienplatz. Als sie ankam, empfing sie eine Lichterwelt. Geschäfte buhlten um die Gunst der Kunden, das Kaufhausschaufenster lockte mit einer Winterlandschaft und Teddys, die mit dem Weihnachtsmann Schlitten fuhren.
Vor dem Rathaus stand eine ausgesprochen kleidsame Tanne. Der Geruch von gebratenen Mandeln kitzelte ihre Nase. Die Verkäufer in ihren Ständen priesen handgearbeiteten Weihnachtsschmuck an. Blechspielzeug ließ Erinnerungen an die eigene Kindheit wachwerden. Wunderschön bemalte Glaskugeln fesselten ihren Blick, doch sie konnte sich nicht entscheiden.
Besser erst einmal stärken und den Glühwein probieren. Gebratenes und Getränke gab es in Hülle und Fülle. Ein Gefühl der Ohnmacht beschlich sie. Während sie hier alles im Überfluss besaßen, gab es Millionen Menschen, die um das nackte Überleben kämpften. Irgendwie sah Susanna die wunderschön geschmückten Stände jetzt mit anderen Augen.
Während sie nun durch die Gänge lief, schreckte eine laute Stimme sie auf. Das wohlbekannte "Ho, ho, ho", des Weihnachtsmannes war unverkennbar. "So nachdenklich? ", sprach er.
Verwundert blickte Susanna ihn an. Seine Stimme erinnerte sie an einen ehemaligen Kollegen.
"Trink eine heiße Schokolade mit mir, dann gehts dir besser."
Das war aber ein forscher Geselle. "Hast du hier nicht eine Aufgabe zu erfüllen?", fragte sie vorwurfsvoll und zeigte auf die Kinder, die sie bereits umringten.
"Schon, aber in einer halben Stunde habe ich Pause und dann lade ich dich ins Cafe Rischart ein. Erkennst du mich nicht?" Er lachte.
"Peter?", fragte sie. Er nickte, bevor er sich wieder den Kindern zuwandte.
Als sie kurze Zeit später zusammensaßen, erzählte er ihr von seiner Arbeit als Weihnachtsmann und wieviel Freude ihm das Zusammensein mit den Kindern bereitete.
Spontan fragte Susanna: “Gibt es vielleicht auch Arbeit für mich?”
Peter strahlte: “Natürlich. Im Kinderschutzbund wird jede helfende Hand gebraucht.”
Er gab ihr eine Telefonnummer. “Ich muss weiter”, verabschiedete er sich. “Ich hoffe, wir treffen uns bei den Ehrenamtlichen.”
Als sie das Cafe verließ, begann es zu schneien. Jetzt fühlte Susanna Weihnachtsstimmung. Gleich Morgen früh würde sie anrufen und ihre Hilfe anbieten.


Ich wünsche Euch allen einen wunderschönen ersten Advent.
Herzlichst Sabine


Evelucas sagt Top!
zuletzt bearbeitet 27.11.2022 12:36 | nach oben springen


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