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Ein Besuch in Würzburg

in 25.06.2023 17:00
von muglsabine2016 • 280 Beiträge | 1551 Punkte

Würzburg – die Stadt der Türme

Von unserem Ausflug nach Würzburg möchte ich Euch berichten.
Um 1000 v.Chr. als keltische Fliehburg auf dem Marienberg gegründet, schaut die Stadt auf eine lange Geschichte zurück.
Um 650 n.Chr. als fränkischer Herzogensitz ausgebaut, wird Würzburg 704 erstmalig urkundlich erwähnt. Das Bistum Würzburg wird gegründet und 788 beginnt der erste Dombau.
Im 16. Jahrhundert werden das Juliusspital und die Universität gegründet.
1631 wird die Stadt von Gustav Adolf II von Schweden erobert, 1720 der Grundstein für die Residenz gelegt.
Seit 1814 ist Würzburg bayrisch.
Nach der neunzigprozentigen Zerstörung der Stadt 1945, ist der Wiederaufbau 1970 weitestgehend abgeschlossen und Würzburg kann 2004 das 1300- jährige Stadtjubiläum feiern.

Würzburg, die Stadt am Main. Der Alte Kranen ist noch heute eines dieser Wahrzeichen.Bild entfernt (keine Rechte)
Oberhalb ist eine Gaststätte mit einer schönen Terrasse. Bei einer leckeren Schokolade und einem Tiramisu blicken wir auf den Fluss mit seinen Ausflugsschiffen und gönnen uns einen weiteren Blick auf die Festung Marienberg, die auf dem Berg thront. Bild entfernt (keine Rechte)

Die Altstadt lässt sich wunderbar zu Fuß entdecken. Durch die engen Straßen fahren etliche Straßenbahnen im Minutentakt. Unser Hotel steht in der Juliuspromenade. Von hier aus sind es nur wenige Schritte bis zur Altstadt, in der viele Kirchen und noch mehr Cafes zu einem Besuch einladen. Würzburg wird auch die Stadt der Türme genannt, da sich hier unzählige Kirchen befinden.

Vorbei am Juliusspital, einer imposanten Barockanlage von schlossartigem Charakter, weiter durch die Schönbornstraße zum Marktplatz. Dort wartet die Marienkapelle darauf von uns entdeckt zu werden.
Bereits 1377 als spätgotische Hallenkirche begonnen, wird sie 1480 mit dem Turmbau vollendet. Vier Tafelgemälde auf dem Altar von 1514.Bild entfernt (keine Rechte)
Zahlreiche Grabmäler fränkischer Ritter und Würzburger Bürger gibt es hier zu entdecken.

Auf der gegenüberliegenden Seite des Platzes steht das Rathaus. Der Ratskeller mit seinem sehr schönen alten Gewölbe lädt die Hungrigen und Durstigen ein. Von hier aus erreicht man mit wenigen Schritten die Alte Mainbrücke. Sie wurde von 1473 bis 1543 an Stelle der zerstörten romanischen Brücke errichtet. Im 18. Jahrhundert wurde sie um die Heiligenfiguren ergänzt. Es ist ein erhabenes Gefühl, den Main auf dieser Brücke zu überqueren. Am Anfang der Brücke stehen Häuser, in denen überwiegend fränkischer Wein verkauft wird. Hier stehen nicht nur die Touristen mit einem Glas Wein und prosten der Festung zu. Bild entfernt (keine Rechte)

Es geht zurück zur Schönbornstraße. Dort stehen dicht beieinander das Neumünster und der Dom St. Kilian.
Neumünster, eine romanische Basilika des 11. Jahrhunderts Bild entfernt (keine Rechte)[[File:20230524_164403 Neumünster.jpg|none|auto]]
Der Chor und der Turm sind aus dem 13. Jahrhundert. Bild entfernt (keine Rechte)
Errichtet wurde die Kirche über der Grabstätte des heiligen Kilian und seiner Gefährten, die als Missionare im Jahr 689 ermordet wurden.
Hier das Deckengemälde Bild entfernt (keine Rechte)

Etwas versteckt, im Lusamgarten Bild entfernt (keine Rechte) befindet sich ein Grabmahl für den Minnesänger Walther von der VogelweideBild entfernt (keine Rechte)
Der Kreuzgangflügel ist ein Hauptwerk der Stauferzeit und wurde um 1180 errichtet. Bild entfernt (keine Rechte)

Am nächsten Tag führt uns der Weg zur Residenz. Wir spazieren durch den Hofgarten Bild entfernt (keine Rechte) Bild entfernt (keine Rechte)

In aller Ruhe und mehr als zwei Stunden Zeit nehmen wir uns für die Besichtigung der Residenz. Es gibt wunderbare Räume, Deckengemälde und Exponate zu entdecken. Um nicht den Rahmen zu sprengen, beschränke ich mich auf das für mich Wesentliche.

Nachdem den Fürstbischöfen ihre Residenz auf dem Schloss auf dem Marienberg nicht mehr ausreichte, wurde ein Schlösschen auf dem Residenzplatz errichtet.
Den Bauplan sollte der damals noch unbekannte Ingenieur Balthasar Neumann erstellen. Er holte sich Unterstützung von weiteren Architekten und Ingenieuren seiner Zeit. Gebaut wurde 1720 – 1744.

Besondere Höhepunkte des Innenausbaus sind das berühmte Treppenhaus mit Fresken und Stuckaturen unter anderem Giovanni Battista Tiepolo. Das größte zusammenhängende Deckenfresko mit den vier damals bekannten Kontinenten. Hier haben sich sogar die Bildhauer und Stuckateure selbst verewigt. Balthasar Neumann reitet auf einer Kanone, Bossi findet man mit seinem Handwerkszeug über dem rechten Aufgang. Und Tiepolo im Eck zwischen Afrika und Europa mit rotem Mantel und weißem Schal gekleidet. Und natürlich darf der Hausherr Karl Philipp von Greiffenclau zu Vollrads nicht fehlen. Er schwebt in einem Medaillon über Europa.

Der Kaisersaal, der Gartensaal mit dem Deckenfresko Göttermahl, der Weiße Saal, Audienzzimmer, Venezianisches Zimmer und das Spiegelkabinett sind einzigartig. In aller Ruhe besichtigen wir die wunderschönen Räume, betrachten die Gemälde. Und obwohl ich bereits zweimal die Residenz besuchte, gibt es immer noch was Neues zu entdecken.

Mit einem Spaziergang im Hofgarten lassen wir den Besuch der Residenz ausklingen.

Allen, die sich für einzigartige Bauwerke und Denkmäler interessieren, kann ich Würzburg empfehlen. Es gibt so viel zu schauen, dass die Zeit nur noch verfliegt.


zuletzt bearbeitet 26.06.2023 16:36 | nach oben springen


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